Portrait von Silvia Leutloff, Inhaberin der Firma HVL-Inkasso

Mit einem Inkassounternehmen verbinden viele Menschen eher Unangenehmes – denn wer von uns
steckt schon gern in Zahlungsschwierigkeiten? Im Wirtschaftsleben der Gegenwart spielen
Unternehmen, die wie die Firma HVL-Inkasso, als unabhängige Dienstleister jedoch eine wichtige
Rolle, geraten doch gerade kleine und mittlere Unternehmen immer häufiger durch schlechte
Zahlungsmoral bzw. Zahlungsausfälle ihrer Kunden selbst in finanzielle Schwierigkeiten.


Silvia Leutloff in ihrem Büro

Mit viel Sorgfalt, Freundlichkeit und einer gewissen Leidenschaft für die Sache betreiben Silvia
Leutloff und ihre drei Mitarbeiter das Inkassogeschäft „
Und dabei kommen wir gänzlich ohne den Auftritt von gewissen breitschultrigen Herren und mit
Sonnenbrillen aus, wie man ihn aus Film und Fernsehen vielleicht so kennt
“, fügt die
Jungunternehmerin mit einem Schmunzeln hinzu.

Ihre Erfolgsquote ist dennoch überragend hoch. Vielleicht ganz einfach, weil Silvia Leutloff und
ihre Mitarbeiter mit soviel Engagement dabei sind:
„Jeder Zahlungseingang eines Schuldners bewegt mich geradezu  zu einem Freudensprung. Und
wenn dann noch die Schuldner sagen, dass wir das netteste Inkassounternehmen sind, mit dem sie es
je zu tun hatten, dann weiß ich, warum ich mich dafür entschieden habe und dass es richtig ist, was
ich tue und wie ich es tue.“


Kontakte knüpfen

Dabei ist Silvia Leutloff eher zufällig Unternehmerin geworden. Nachdem sie 1995 ihre Ausbildung
am Kammergericht Berlin abgeschlossen hatte, arbeitete sie fast zehn Jahre als Fachangestellte
vorrangig für Zwangsvollstreckung in verschiedenen Anwaltskanzleien.

„Im Jahr 2004 wurde mein damaliger Arbeitgeber leider selbst insolvent und ich verlor meinen
Arbeitsplatz. So kam mir die Idee,  selbst ein Inkassounternehmen zu gründen.“

Die Tätigkeit der Inkassobüros steht in Deutschland unter Erlaubniszwang: wer nicht über eine
behördliche Erlaubnis gemäß Art.

1 § 1 Nr. 5 Rechtsberatungsgesetz (RBerG) verfügt, darf nicht als Inkassounternehmer
arbeiten. Darum absolvierte Silvia Leutloff zunächst einen  halbjährlichen Sachkunde-Lehrgang
in Kassel und erhielt im September 2005 die Inkasso-Erlaubnis durch das Landgericht Potsdam. So
konnte Sie 2005 ihr eigenes Unternehmen im Havelland eröffnen.

„Es gab immer wieder Leute, die mich in meinen Zielen bestärkt und unterstützt haben. Sehr
geprägt hat mich eine Dozentin aus dem Sachkunde-Lehrgang, Frau Gabriele Caliebe. Sie ist Richterin
am Bundesgerichtshof in Karlsruhe und hatte von Anfang an immer ein offenes Ohr für Fragen. Sie hat
mich oft bestärkt in der Durchsetzung und Erreichung meiner persönlichen Ziele. Bei der Gründung
meiner Firma haben mich außerdem meine Schwiegereltern  ohne Zögern finanziell unterstützt –
ihnen gilt darum mein ganz spezieller Dank!“

Von Anfang an waren auch Kooperationen sehr wichtig für Frau Leutloffs unternehmerischen Erfolg:
„Kooperationen bestehen mit der Creditreform und der Schufa als Auskunfteien. Dort besteht eine
enge Zusammenarbeit mit Mitarbeitern, die ich im Sachkundelehrgang 2005 kennen gelernt habe. Sollte
einmal gerichtliche Anträge notwendig sein, haben wir einen Berliner Rechtsanwalt an

der Hand.“


Im Hörsaal

„Wir sind nicht neugierig – wir wollen nur alles wissen!“ lautet das Lebensmotto der
engagierten Jungunternehmerin, das sie auch zum Wahlspruch für ihre Firma gemacht hat.

Dieses Verlangen nach noch mehr Wissen ist es wohl, welches Silvia Leutloff veranlasste, im
Oktober 2007 ein Jurastudium an der Humboldt-Universität zu beginnen, und so den Spagat zwischen
Firma und Familie (Ehemann und fünfjährigem Sohn) und Hochschule zu wagen.

„Die drei Angestellten meiner Firma schaffen es inzwischen – das war ein langer Weg –, so
selbständig zu arbeiten, dass ich nicht mehr den ganzen Tag im Büro sein muss.“
Kommentiert
sie ihre Entscheidung.

Als Inhaberin mit den entsprechenden Zulassungen, trägt die Frau Leutloff aber natürlich
weiterhin die Verantwortung und muss den Überblick über alles behalten, was im Unternehmen so
passiert.

Von ihren Mitarbeitern erwartet sie nicht nur selbständiges Arbeiten, Zuverlässigkeit und
absolute Diskretion, sondern auch eine gewisse Kreativität und Hartnäckigkeit, wie sie sie selbst
in ihrer Arbeit aufbringt.

Ihr Jurastudium betrachtet Silvia Leutloff nicht nur als persönliche Weiterentwicklung, sondern
es ist auch eine direkte Investition in ihre Firma:
„Wenn ich mein Jurastudium – hoffentlich mit einer Note, die mich zufrieden stellt – als
Volljuristin beende, ersparen wir unseren Auftraggebern sogar die Einschaltung eines externen
Rechtsanwalts und minimieren somit die Kosten für unsere Kunden. Dieser Vorteil hebt uns auch von
der Konkurrenz weiter ab, da es wenige Inkassounternehmen in Deutschland mit eigenem Firmen-Anwalt
gibt.“


Silvia Leutloff mit ihrer Familie

Text: Ilona Orthwein
Bildquellen: Silvia Leutloff

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