Unterhaltszahlungen mit steuerlicher Auswirkung

Im Zusammenhang mit Ehescheidungen werden oft Unterhaltsvereinbarungen getroffen und dabei wird häufig verabredet, dass der Zahlende die Unterhaltszahlungen in begrenzter Höhe als Sonderausgabe geltend machen kann.
Dies geht aber nur, wenn der Unterhaltsempfänger diesen Betrag als sonstige Leistungen versteuert. Da die Unterhaltszahlung in aller Regel an den geringer verdienenden Geschiedenen geleistet wird, ist dies für den Zahlenden eine günstige Regelung auch dann, wenn er sich verpflichtet, den Steuerbetrag, den seine Zahlung auslöst, mit zu übernehmen.

Was dabei oft nicht beachtet wird, ist, dass die Zustimmung zur Versteuerung fortlaufend gültig ist und widerrufen werden muss, falls z. B. der Zahlende die Steuerbelastung entgegen der Abrede nicht übernimmt.

Bitte wenden Sie sich bei solchen Problemen unverzüglich an Ihren steuerlichen Berater, obwohl dies ein zivilrechtliches Problem ist. Nur durch geeigneten Widerruf kann hier geholfen werden. Das Finanzamt ist nicht behilflich, selbst wenn nachgewiesen werden kann, dass bei dem Zahlenden der steuerliche Vorteil gar nicht eingetreten ist, weil dieser z. B. wie in einem ganz aktuellen Urteil aus dem April 2017 in Insolvenz gefallen ist.
Unternehmerin im Detail: Marianne Kleppeck

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