Studium im Ruhestand

Wir werden alle erfreulicherweise immer älter und das oftmals bei bester Gesundheit und Vitalität. Trotzdem gibt es viele Berufe, bei denen es die Regelung gibt, dass mit Eintritt der Altersrente ein Ausscheiden aus dem Beruf vorgesehen ist.

Wir werden alle erfreulicherweise immer älter und das oftmals bei bester Gesundheit und Vitalität. Trotzdem gibt es viele Berufe, bei denen es die Regelung gibt, dass mit Eintritt der Altersrente ein Ausscheiden aus dem Beruf vorgesehen ist. Bei so einem altersbedingten Ruhestand stellt sich dann die Frage, ob man entweder einen Nebenjob antritt oder aber etwas lernt, was man immer schon gern einmal als Beruf ausüben wollte.


Die Universitäten verzeichnen einen Anstieg der Studenten im sehr fortgeschrittenen Alter. Die Frage ist nun, wie sind diese Kosten, die mit dem Studium verbunden sind, steuerlich zu behandeln. Eigentlich müsste man davon ausgehen, dass das Studium dem Erschließen einer künftigen, nachhaltigen Erwerbsquelle dient, es sich also um vorweggenommene Werbungskosten oder Betriebsausgaben handelt, zumindest aber, weil ein Erstberuf vorhanden ist, um Ausbildungskosten, die als Sonderausgabe geltend zu machen wäre.


Das Finanzgericht Schleswig-Holstein hat sich jetzt im Mai diesen Jahres ganz ausführlich zu dem Problem geäußert und ist nach mehrseitigem Abwägen der für- und widersprechenden Argumente zu dem Ergebnis gekommen, dass gerade in Anbetracht des Alters des Steuerpflichtigen der späte Abschluss des Studiums voraussichtlich nicht die Erschaffung einer Erwerbsquelle nach sich zieht und dieses Studium auch oftmals keine wirtschaftliche Notwendigkeit ist. Gleiches wird für den Sonderausgabenabzug festgestellt.


Wenn Sie Entsprechendes planen nach Ihrer Verrentung oder Pensionierung, sollten Sie dieses Urteil lesen. Es gibt Hinweise. Besonders interessant ist aber, falls Sie dann später doch diese Erwerbsquelle erschließen und Einnahmen haben, heißt es nicht, dass diese Einnahmen dann nicht der Steuer unterliegen. Hier misst das Steuerrecht mit zweierlei Maß, denn die alten Bescheide, in denen die Kosten abgelehnt wurden, sind dann wahrscheinlich bestandskräftig und in den neuen Bescheiden werden die Einnahmen besteuert.


 

Unternehmerin im Detail: Marianne Kleppeck

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