Rosemarie Scholz ist Steuerberaterin und Heilerin

Die 54-Jährige konnte sich schon als Abiturientin nicht vorstellen,

ihr Leben lang angestellt zu arbeiten. Seit 18 Jahren ist sie als frei­berufliche
Steuerberaterin tätig. Keine Routine, immer Neues und die geforderte Flexibilität begeistern sie an
ihrem Beruf. Zum Ausgleich gibt die Reiki-Meisterin alternative Behandlungen.


Rosemarie Scholz

Jura, Psychologie, Astronomie oder Archäologie studieren? Nach bestandenem Abitur wusste
Rosemarie Scholz zunächst nicht, was sie werden wollte. Eine Freundin, die Steuerfachgehilfin
lernte, leistete unfreiwillige Entscheidungshilfe: „Sie erzählte mir von den vielfältigen
Betätigungsfeldern des Berufes.“ Überzeugend, dass das auch etwas für sie sein könnte, war jedoch
die Information, nach der Ausbildung und einer zehnjährigen Berufspraxis die Prüfung zum
Steuerberater ablegen zu können. „Ich konnte mir nie vorstellen, immer nur als Angestellte zu
arbeiten“, sagt die gebürtige Berlinerin. Alle in der Familie waren selbständig. Kaufleute und
Markthändler. Sogar die Urgroßmutter.

„So wurde auch ich schon früh zur Selbständigkeit erzogen“, blickt Rosemarie Scholz zurück.
Das hat sie geprägt.

Nach ihrer Ausbildung zur Steuerfachgehilfin arbeitete sie bei mehreren Steuerberatern. Nach
ihrer Steuerberaterprüfung 1991 war sie zunächst zwei Jahre in einer Steuerberater- und
Wirtschaftsprüfer GmbH angestellt. „Dann übernahm ich mit meiner Freundin die jahrzehntelang
eingeführte Steuerberaterpraxis ihrer Mutter, die in den Ruhestand ging“, erzählt sie. Nach der
Eröffnung der Sozietät in Berlin-Friedenau stieg die Mitarbeiterzahl schnell auf zehn,
Auszubildende inklusive. 2005 zog das Büro nach Berlin-Charlottenburg. Als auch das wieder zu klein
wurde, teilten die Partnerinnen ihre Räumlichkeiten und lösten die Sozietät auf. „Seitdem befindet
sich meine Praxis mit fünf Angestellten in Berlin-Westend.“ Immer mit dabei Tarabas – ein
Schäferhund-Hovawart-Mischling. „Unser Büromotivator“, lacht die Freiberuflerin, „er ist seit
zehn Jahren altgedient im Büro.“


Büromotivator Tarabas mit Rosemarie

Betreut werden Mandanten aller Rechtsformen, außer Aktien­gesell­schaften, in allen Branchen:
Heilberufe, Handwerker, IT-Spezialisten, Werbefachleute, Makler – „eigentlich alles quer Beet“.

Weil jeder Mandant anders ist, muss sie flexibel sein: „Ein Anruf eines Mandanten mit einem
dringenden Problem wirft oft die ganze Tagesplanung  durcheinander, aber das macht für mich
auch den Reiz meines Berufes aus.“ Dass sich ständig alles ändert, gefällt Rosemarie Scholz an
ihrem Beruf: „Ich muss immer wieder neu lernen und werde dadurch auch immer wieder gefordert.“
Routine gibt es nicht. Alles ist individuell zu beurteilen und anhand der Steuervorschriften zu
entscheiden.

Kooperationen mit einem Wirtschaftsprüfer, mit dem sie sich die Räume teilt, sowie mit
Steuerberater-Kollegen, Rechtsanwälten und Unternehmens­beratern ergänzen den Erfahrungs­schatz.
Ebenso die Zusammen­arbeit mit dem gemein­nützigen Bund verbrauchs­orientierter
Steuer­analytiker.


Steuerbüro Team

Obwohl Rosemarie Scholz’ Arbeitswoche gut ausgelastet ist, hat sie noch eine zweite Profession.
Eigentlich ja ein Hobby. Aber es sieht aus, als wenn mehr daraus wird. Weil sich die 54-Jährige
auch heute noch für vieles interessiert, hat sie mehrere alternativmedizinische und spirituelle
Ausbildungen absolviert. Seit 2003 ist sie Reiki-Meisterin. Nach ihrer schamanischen Ausbildung
wurde sie Mitglied beim Dachverband für Geistiges Heilen. Sie bildete sich in Lichtkörper- und
Energiearbeit sowie im Channeln weiter und bestand  2005 auch die Prüfung zur Heilpraktikerin
für Psychotherapie.

In allen Bereichen bietet sie bei Bedarf auch Behandlungen an.

Ohne große Werbung. Nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Für ihre Mandanten, die es wissen, ist
das kein Problem. Im Gegenteil, einige ließen sich von ihr auch schon auf alternativem Gebiet
helfen. „Es ist ein Ausgleich für mich und macht Spaß“, sagt sie. Zeit für sich selbst zu haben,
ist Rosemarie Scholz wichtig. Sie genießt es, in der Freizeit mit ihrem Hund spazieren zu gehen.
Oder sich in ihrem verwilderten Garten einfach nur auszuruhen. Einen Traum hat sie natürlich auch: „
Ich hätte gern einen Bauernhof, wo ich ökologische  Landwirtschaft  für den eigenen
Bedarf betreiben würde und vielen Tieren, die kein Zuhause oder schlechte Erfahrungen gemacht
haben, ein neues Zuhause geben kann.“

Gemäß ihres Lebensmottos „Think  positiv“ empfiehlt sie anderen Unternehmerinnen, sich
nicht von anderen sagen zu lassen, was man tun soll. „Sondern selbst auf sich hören, weil das für
einen selbst das Beste ist und man damit leben kann.“

Dagmar Möbius

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